WÜSTENGECKO
(Pachydactylus rangei)

Dieser endemische Gecko ist auch bekannt als der Palmatogecko und lebt hauptsächlich auf der gefestigten Windseite der Dünen in der Namib Wüste.  Sie sind nachtaktiv und haben grosse Augen ohne Lider, die sie mit ihrer langen Zunge sauberlecken.

Ihre Füsse sind mit Zehenflossen versehen die wie Sandschuhe oder wie Schneeshuhe funktionieren.  Sie kommen in einer Vielfalt von Farben und Musterungen vor und haben eine fast durchsichtige Haut, unter der man die Blutgefässe sehen kann.  Ihren Wasserbedarf decken sie mit dem was sie fressen, wie z.B. verschiedene Insekten wie Grillen, Käfer, Termiten und  Käferlarven.  In Notzeiten lassen sie den Nebel auf ihren grossen Augen kondensieren und lecken dann die Wassertropfen mit ihren langen Zungen ab.

PERINGUEY-OTTER
 (Bitis Peringueyi)

Diese kleine endemische Schlange ist nach der Namaqua-Zwergotter, eine der kleinsten Ottern in der Welt.  Sie erreicht eine Länge von 30cm.  Ihre weit oben am Kopf hervorstehenden Augen ermöglichen ihr, sich in den Sand zu vergraben und dabei die Augen frei zu halten, um die Umgebung nach Beute abzusuchen.  Sie winden sich seitwärts was ihnen erlaubt, sich über den weichen Sand am Gleithang fortzubewegen.  Diese Seitwärtsbewegung hält den Körper fern vom heissen Sand und bewahrt sie vor Überhitzung. Ihre Giftzähne liegen vorne und ihr Gift besteht aus einer Kombination von Nerven-und Gewebegift.  Ihre Jungen werden lebend geboren und sie haben bis zu 10 davon in den Sommermonaten.  Ein kleiner schwarzer Punkt auf dem Schwanz dient dazu, Eidechsen anzuziehen während sich die Schlange im Sand vergraben hat.

Geckos sind hauptsächlich nachtaktiv.  Von den 1130 Gecko-Arten weltweit, leben 111 im südlichen Afrika.  Der Wüstengecko der Namib ist einzigartig da er der einzige Gecko mit vollen Zehenflossen im südlichen Afrika ist.  

Raupen oder Peringuey-Otter Spuren?

Ja, beide gehören zu der Peringueys-Otter, die raupenähnliche Spuren auf dem Gleithang der Dünen hinterlässt.  Diese Spuren führen gewöhnlich zu der Stelle wo sich die Schlange in den Sand gegraben hat und auf eine Eidechse wartet.

ANCHIETAS-WÜSTENEIDECHSE
(Meroles anchietae)

Diese Eidechse ist endemisch in der Namib und ist tagesaktiv.  Sie lebt am Gleithang der Dünen wo der Sand sehr weich ist.  Fühlt sich diese Eidechse bedroht, taucht sie in den losen Sand unter.  Während der grössten Hitze schützt sich die Eidechse vor dem heissen Sand indem sie abwechselnd jeweils zwei Füsse hoch hält. Das hält die Füsse kühl und verhindert dass die Hitze des Sandes den Körper erreicht.  Dieser Trick wirkt als ob sie tanzt und hat ihr den Namen „Thermisch Tanzende Eidechse“ eingebracht. Die Eidechse rennt sehr schnell und jagt Insekten und  fängt selbst Motten aus der Luft.  Mit Schwanz wird sie etwa 10cm lang und legt 1-2 Eier in ihrem Bau.

RADSCHLAGENDE WEISSPINNE
(Carparachne aureoflava)

Diese Spinne lebt im Dünengürtel der Namib und wird auch die Tanzende Weisse Dame genannt.

Es gibt in der Namib zwei Arten der Tanzenden Weissen Dame, doch nur die Carparachne ist für ihre Fluchttaktik durch Radschlagen bekannt.  Diese grosse Wüstenspinne konstruiert ihren Bau aus Seide am Gleithang der Dünen und schliesst ihn mit einer seidenen Falltür.  Sie ist nachtaktiv und jagt Insekten, meistens auf den Gleithängen der Dünen.  Wenn sie sich bedroht fühlt, wie etwa durch Geckos, stürzt sie sich von dem steilen Gleithang der Dünen und rollt sich in einen Ball der mit 44 Umdrehungen per Sekunde die Düne hinunterkollert.  Diese Fluchttaktik ist für all ihre Verfolger zu schnell.  Unten angekommen schützt sie sich von etwaigen Feinden, die dort auf sie warten könnten, indem sie vier Beine in die Luft streckt und drohend herumspringt.  Sie hat grosse Giftzähne und kann schmerzhaft beissen mit mildem Gift.


Sonnen Spinne

 
   
Silberfische können in jedem Haushalt eine grosse Plage sein weil sie sich über Schränke und Bücher hermachen und überall Löcher hineinfressen. Jedoch, Silberfische sind sehr wichtig in der Wüste.  Sie fressen trockene Saat und pflanzliche Materiale (Wüstenmuesli) und die Reptilien wiederum fressen die Silberfische.

WÜSTEN-CHAMÄLEON
(Chamaeleo namaquensis)

Es gibt sie im Westen von Namibia und im Nordwesten von Südafrika.  Dieses ist ein grosses Chamäleon mit kurzem Schwanz welches den grössten Teil seines Lebens auf den Boden zubringt und Insekten jagt.  Sie werden bis zu 30cm lang und im Vergleich zu anderen Chamäleons auf der Welt, bewegen sie sich ungewöhnlich schnell.  Ihre Grundfarbe ist schwarz, doch können sie die Farbe wechseln je nach Stimmung und Wunsch.  Gewöhnlich sind sie morgens schwarz um die Sonne zu absorbieren.  Sobald sie genug Wärme aufgetankt haben, bewegen sie sich schneller und können effizienter jagen.  Wenn es zu heiss wird, werden sie heller um die Sonne zu reflektieren.  Wenn sie böse oder nervös werden, werden sie schwarz.  Sie können gleichzeitig in zwei Richtungen gucken, 180 Grad mit jedem Auge, unabhängig voneinander.  Sie richten beide Augen auf ihre Beute wenn sie sie mit ihrer langen Zunge fangen.  Die Zunge kann die Länge ihres ganzen Körpers, inklusive des Schwanzes, erreichen.

Zwei Mal im Jahr legen sie Eier, die etwa 4 Monate brauchen bis sie schlüpfen.

FITZSIMMON’S BURROWING SKINK
(Typhlacontias brevipes)

Diese beinlose Echse, die einer kleinen Schlange gleicht, ist bedeckt mit einer glänzenden Wachslage und kann durch den Sand „schwimmen“ wie eine Schlange durchs Gras.  Sie ist blind und verbringt den grössten Teil ihres Lebens unter der Oberfläche des Gleithangs der Dünen, wo es nach kleinen Insekten gräbt.    Sie erkennt ihre Beute an der Vibration im Sand.

 
Skinks sind Eidechsen ohne Hals und wirken wie eine Eidechse mit einem Schlangengesicht.  Von den 1305 Skinks, die weltweit beschrieben werden, leben 74 Arten im südlichen Afrika.  Viele Skinks haben keine Beine und werden grabende Skinks genannt, währende andere starke Beine oder auch Restbeine haben.
 

TENEBRIO-KÄFER (Tok-Tokkies)

Eine grosse Vielfalt von Tok-Tokkies ist in Namibia beheimatet – etwa 200 Arten.

Es gibt diesen Käfer in allen Formen, Grössen und Gestalten.  In den Dünen befindet sich am häufigstens der „nebelbadende“ Käfer (Onymacris unguicularis).  So wie viele andere Arten, hat dieser Käfer eine eigenartige Methode, sich Wasser aus dem Nebel zu besorgen.  Am frühen Morgen macht er einen Kopfstand und lässt den Nebel auf seinen Rücken kondensieren.  Dann lässt er die Feuchtigkeit seinen Körper entlang in in seinen Mund laufen und trinkt so etwa 40% seines Körpergewichts an Wasser.  Auch ungewöhnlich ist der „fliegenden Untertasse“ ähnliche Lepidochora discoidalis, der Nebelgräben aushebt und sich so mit Wasser versorgt.  Mikro Tropfen von Wasser sammeln sich an den Seiten der Gräben, und werden vom Käfer aufgeschleckt.  Die Tenebrio Käfer ernähren sich  von Winde herbeigewehtem Pflanzenmaterial, genannt Detritus oder Käfermuesli.

Es gibt 162 Chamäleon Arten auf der Welt wovon 19 Arten im südlichen Afrika vorkommen.  Sie können nach Wunsch und Laune ihre Farbe verändern und nicht nur nach der Farbe des Hintergrundes z.B. Chamäleons werden schwarz wenn es kalt ist um die Sonne zu absorbieren und weiss wenn es heiss wird um die Sonne zu reflektieren.

DÜNENGRILLE (Comicus)

Eine kleine durchsichtige nachtaktive Grille, die sich auf dem festen Sand auf der Windseite der Düne einen Bau gräbt.  Sie hat lange Fühler die ihr als Sinnesorgane dienen und ihr beim nächtlichen Navigieren helfen.  Sie hat interessante Füsse, die wie dem Gecko beim Springen und Graben helfen.

RETICULATED DESERT LIZARD
(Meroles reticulates)

Geht tagsüber auf Nahrungssuche.  Es hat eine lange spitze Nase und hält sich hauptsächlich auf den Geröllflächen am Fusse der Dünen auf.  Beliebt sind Stellen mit kleinem Gestrüpp um Verstecke zu finden.

 

HAARIGER DICKSCHWANZSKORPION (Parabuthus villosus)

Dieser Skorpion durchwandert die Geröllflächen und Dünen tagsüber, während andere Skorpione die Nacht zur Futtersuche bevorzugen.

Er gehört zur Familie Buthidae, die sehr giftig sind.  Man sollte Skorpione mit dicken Schwänzen und kleinen Beißzangen möglichst vermeiden, weil sie sehr giftig sind.  Sie töten ihre Beute mit diesem Gift.  Ihre Beute besteht aus Insekten, Spinnen und sogar kleinen Reptilien.

 

Velvit Ant

Weibliche Skorpione bringen ihre Jungen lebend zur Welt und tragen sie oft bis zu einem Jahr auf ihrem Rücken.  Die Schwangerzeit kann bis zu 18 Monaten dauern weil sie die Entwicklung der Jungen in schlechten Zeiten aufhalten können und die Schwangerschaft weiterführen, wenn die Zeiten besser werden.
   

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